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Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 20. August 2010 um 05:41 Uhr

 

Lehre muss sparen. Laut Rechnungsprüfungsamt (RPA) ist die finanzielle Situation katastrophal, aber nicht völlig hoffnungslos. Die UWG-Lehre möchte mit dieser Seite zur Aufklärung, zum Meinungsaustausch und zur Mitarbeit einladen. Vorab einige Fakten zur Haushaltslage: Bei Einnahmen von ca. 10,5 Mio EUR p.a. haben wir z.Z. 12,3 Mio EUR Darlehensschulden und 17,6 Mio EUR Liquiditätskredite. Diese Schuldenlast lähmt unseren kommunalen Handlungsspielraum und sorgt durch Zinsleistungen von ca. 1,35 Mio EUR p.a für eine Verschuldungsspirale, aus der es kein Entkommen gibt. 

Bei näherer Betrachtung kann man viele Bereiche erkennen, in denen die Gemeinde Lehre erheblich defizitär wirtschaftet. Beispielhaft sind neben Pflichtaufgaben, wie KiTas , Schulen und Feuerwehr, auch eine Reihe von freiwilligen Leistungen (gemeindliche Einrichtungen: Dorfgemeinschaftshäuser mit einem Kostendeckungsgrad zwischen 4 bis max. 28 %, Sportstätten) zu nennen. Auf diese will aber keiner verzichten, weil sie Aktivposten für die dörfliche Gemeinschaft darstellen. Jedoch muss es möglich sein, alle gemeindlichen Leistungen, Einrichtungen und Investitionen auf ihre Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit  hin zu prüfen und darüber zu diskutieren, in wieweit die Gemeinschaft die Kosten tragen will und kann.

Außerdem gibt es noch Möglichkeiten, die Verwaltung zu optimieren. Z.B. in der Bauplanung, durch fehlendes Baukostencontrolling und überschätzen der finanziellen Möglichkeiten sind einige Projekte aus heutiger Sicht viel zu teuer geworden. Das Rathaus hat man, im Nachhinein betrachtet, zweimal bezahlt. Stichworte sind interkommunale Zusammenarbeit, Outsourcing, Benchmarking, usw.

Die gute Nachricht ist, dass wir jetzt eine Möglichkeit haben einige Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Das Land Niedersachsen hat ein Entschuldungsprogramm aufgelegt, das die Möglichkeit bietet, 75 % der Liquiditätskredite zu tilgen. In unserem Fall bedeutet dies ca. 12 Mio EUR weniger Schulden und somit eine Haushaltsentlastung von ca. 750.000 EUR p.a. Die Gemeinde kommt leider jedoch erst in das Programm, wenn es ihr gelingt, einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen.

Dieses ist das erklärte Ziel der UWG-Lehre, dem wir alle Entscheidungen unterordnen müssen. Dabei muss abgewogen werden, dass Entscheidungen getroffen werden, die möglichst viel Einsparungen erbringen, andererseits jedoch möglichst wenig nachhaltige Verschlechterungen für die Bürger bedeuten.

Dass Gemeinschaft noch funktioniert sieht man z.Z. in Essenrode. Dort wurde das abgebrannte Sportheim unter gemeinsamen Anstrengungen neu gebaut. Nur aus den Mitteln der Versicherung und den Arbeitsleistungen der Vereinsmitglieder. Dieses Anpacken sollte uns als Beispiel dienen, um die Probleme anzugehen und ein neues WIR-Gefühl zu entwickeln. Dann hat die Gemeinde Lehre gute Aussichten auch in Zukunft zu bestehen.

Wir möchten Sie einladen sich an der Diskussion zu beteiligen. Dies geschieht auf sehr einfache Weise. Über das Benutzermenü (Button auf der linken Seite) gelangen Sie in wichtige Arbeitsbereiche der Gemeinde. Wir haben als Einleitung einige Fakten zu dem Thema eingestellt. Die Zahlen werden wir von der Verwaltung vor Veröffentlichung prüfen lassen. Am Ende des Beitrages erscheint ein Kommentar link. Bitte klicken Sie auf diesen Kommentar, geben Ihren Namen ein und beteiligen sich an der Diskussion. Sie können Vorschläge zum Sparen machen, Ideen entwickeln um höhere Einnahmen zu erzielen oder sich kritisch mit den Maßnahmen auseinandersetzen. Bitte immer sachlich und fair, denn wir wollen alle das Beste für unsere Gemeinde. Nur gemeinsam werden wir den Pleitegeier vertreiben.

Ihre UWG Lehre

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. August 2010 um 05:52 Uhr